Panama Kanal

Nach knapp 48 Stunden Aufenthalt in Panama City ging es für uns weiter. Der Wecker klingelte um zwei Uhr morgens, bis um drei mussten wir alle auf dem Boot sein und kurz darauf ging es dann los. Aus der Marina und um die Ecke, um dort auf den Lotsen zu warten. Am Ende warteten wir rund eineinhalb Stunden, bis der Lotse an Bord kam und wir Kurs auf die Einfahrt nehmen konnten.

Die Schleuse teilten wir uns wie üblich mit einem grösseren Schiff. Für die ersten beiden Kammern war das ein Tanker. Während dieser an Lokomotiven festgemacht wurde, die die Leinen während des Schleusevorgangs direkt nachführten, mussten wir dies händisch machen. Zu diesem Zweck waren wir vor der Einfahrt mit CV22 – Scotland zusammengetäut worden, sodass auf jedem Boot nur eine Vor- und Achterleine nachgeführt werden musste. Bereits in der ersten Schleusenkammer wurde uns vor Augen geführt, warum ein Bad im Kanal problematisch ist. An uns vorbei trieb ein Krokodil, das genüsslich nach den Fischen schnappte, die mit dem Bauch nach oben an der Oberfläche trieben.

Nach den ersten zwei Kammern folgte eine kurze Fahrt, bevor uns die dritte Kammer auf das finale Niveau beförderte: Ein wahres Meisterwerk der Ingenieurskunst, welches beim Bau etliche Tausend Arbeiter im den Tod führte. Die folgende Fahrt war nicht besonders aufregend, einzig die riesigen Schiffe, die uns teilweise in nur wenigen Metern Abstand passierten, waren beeindruckend.

Auf Grund des frühen Aufstehens legte ich mich nach dem Mittag kurz hin. Trotz der relativ hohen Temperaturen schlief ich aber besser als erwartet und verpasste so die Ausfahrt in den Atlantik. Offenbar war die vorangegangene Nacht kurz genug gewesen. Nichtsdestotrotz ist es ein grosser Schritt zurück im Atlantik zu sein. Und bereits in wenigen Wochen werden wir den Kreis schliessen und nach Portsmouth zurückkehren.

Vorher geht es aber erstmal noch nach Washington DC. Direkt nach der Ausfahrt aus dem Kanal haben wir die anderen Boote getroffen, die an den vorangegangenen Tagen die Kanal-Passage absolviert hatten. Gemeinsam fuhren wir zum vereinbarten Startpunkt für das Rennen. Und seit heute Mittag sind wir nun wieder im Rennmodus. Das erste Zwischenziel ist ein Tor aus Marken zwischen Jamaika und Haiti. Anschliessend geht es weiter nordwärts an Kuba und den Bahamas vorbei. Wenn alles gut läuft kommen wir bereits in rund eineinhalb Wochen in Washington an.

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