Wunderbares Segelwetter mit Sonnenschein und Wind von schräg hinten hat uns die letzten Tage begleitet. Einzig unterbrochen wurde dies von gelegentlichen Regenschauern, als wir der heran-eilenden Front etwas näher kamen. Aber es gelang uns vor der Front und damit in relativ beständigem Wind zu bleiben. Dabei lief es so gut, dass wir zeitweise sogar in Führung lagen.
Auf dem Weg dorthin waren wir eine ganze Zeit unter Spinnacker unterwegs. Dabei konnten wir zwischendurch einen Schnitt von über 13 Knoten halten. Es war nicht einfach aber die Freude am Ruder und selbst im Cockpit wenn wir wieder eine Welle hinab glitten und die Geschwindigkeit gegen 20 Knoten stieg war deutlich hörbar. Leider gefiel dies unserem C3 Spinnacker auf Dauer nicht und nach einiger Zeit riss das Segel horizontal ein paar Meter unterhalb vom Kopf. Es gelang uns relativ schnell das Segel wieder unter Kontrolle zu bringen.
Die Reparatur dauert aber leider noch an und ohne den Spinnacker fällt es uns schwer die Geschwindigkeit der anderen Boote zu halten. In der Folge mussten wir leider auch die Führung wieder abgeben. Immerhin konnten wir Platz drei für die Zwischenwertung am Scoring Gate sichern. Vor uns sind aktuell nur Gosh und Unicef. Die übrigen Boote scheinen hinter der Front zu sein und sind daher langsamer unterwegs. Die Lücke hinter uns beträgt aktuell rund 100 Meilen, wobei noch rund 1200 Meile bis zum Ziel in Oban bleiben.
Die Wettervorhersage für die kommenden Tage sieht gut aus und wir hoffen weiterhin gute Fortschritte machen zu können. Mit dem Hochdruckgebiet, das weiter nach Norden zieht, sollten wir gute Winde bis kurz vor dem Ziel haben. Und dann sind wir zurück in Europa, zurück im Vereinigten Königreich – kaum zu glauben. Ausserdem verspricht das Hoch gutes Wetter für den Zwischenstopp. Mal schauen ob sich das Wetter auch an die Vorhersage hält.

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