Auf dem Weg nach Panama

In der vergangenen Woche haben wir grosse Fortschritte in Richtung Panama gemacht. Dank der zwei Tankstopps in Mexiko respektive Costa Rica mit insgesamt mehr als 1600 L getanktem Diesel können wir auch bei widrigen Winden Fahrt in die richtige Richtung machen. Beide Stopps waren kurz, um nicht zu viel Zeit zu verlieren. Anlegen, Einreiseformalitäten, Auftanken und Ablegen. Das wurde in beiden Ländern effizient geregelt, sodass wir wenige Stunden später unsere Reise fortsetzen konnten.

Auf dem Weg bekommen wir dann so einiges zu sehen. Dabei sind Delphine mittlerweile schon fast selbstverständlich. Wenigstens alle paar Tage besucht uns eine grössere Schule und bleibt dann für einige Zeit. Dabei scheint eine gewisse Freuden an unserer Bugwelle zu bestehen, zumindest springen sie regelmässig aus dem Wasser und landen dabei teilweise ganz auf dem Rücken. Doch auch wenn der Anblick keine Seltenheit ist, sind wir nach wie vor begeistert und hängen gespannt am Seezaun, sobald jemand die Sichtung von Delphinen ankündigt.

Auf der anderen Seite haben wir Meeresschildkröten, Wale und gestern sogar Manta Rochen gesehen. Teilweise sind die Tiere relativ weit weg, dann aber auch wieder ganz nah am Boot, sodass wir alles genau beobachten können. Dazu kommen immer mehr Gewitter. Am Abend nachdem wir in Costa Rica abgelegt haben erhellten Blitze für mehrere Stunden den Nachthimmel. Teils ganz nah und oft nur diffus hinter den Wolken. Aber immer weit genug entfernt, als dass wir das Naturspektakel ohne allzu grosse Sorgen geniessen konnten.

Zwischendurch hatten wir ein wenig Aufregung der anderen Art. Wir sahen auf unserer Steuerbord Seite ein paar kleine Bojen im Wasser treiben. Wobei die Bojen eigentlich nur alte Kanister waren. Erst als wir die Bojen fast passiert hatten sahen wir auch Bojen auf der anderen Seite von unserem Boot. Nur einen Augenblick später kam der Ruf, den Propeller auszukuppeln. Zwischen den Bojen hing eine Leine mit Fischerhaken und wir waren mitten reingefahren.  Wir holten die Leine an Deck, durchtrennten sie vorne und knoteten die Enden hinter uns wieder zusammen. Es war knapp aber wir konnten rechtzeitig stoppen und unbeschadet unsere Reise fortsetzen. Einzig die Leine hat jetzt einen Knoten mehr, wo wir uns den Durchgang frei geschnitten haben. Aber ich denke das ist ein überschaubarer Schaden.

Jetzt sind es noch rund zwei Tage, bis wir in Panama ankommen sollten. Das gibt uns zumindest zwei Tage um uns und das Boot auf den nächsten Abschnitt vorzubereiten. Am 2. Juni geht es dann durch den Kanal und direkt weiter zum Start für das nächste Rennen. Zwei Tage sind zwar nicht viel aber wir können viele der Unterhalts- und Reinigungsarbeiten bereits jetzt erledigen. Und dann sind es nur rund zwei Wochen bis zum nächsten Stopp in Washington DC.

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