Nach dem kurzen aber sehr intensiven Zwischenstopp in Tongyeong, sind wir nun auf dem Weg über den Pazifik. Oder zumindest auf dem Weg dorthin. Der Start folgte dem bereits gewohnten Prozedere, wobei wir vor dem Ablegen noch feierlich auf der Bühne im Race Village verabschiedet wurden. Anschliessend folgte das Ablegen und die Segelparade.
Der Start war dann erwartungsgemäss sehr langsam. Bei um die fünf Knoten Windgeschwindigkeit gelang uns ein perfekter Start und wir passierten wenige Sekunden nach dem Signal als erstes Boot die Startlinie. Es dauerte dann noch fast 45 Minuten, bis auch das letzte Boot über die Linie war. Anschliessend verschoben sich die Platzierungen, je nachdem wer gerade ein wenig mehr Wind finden und für sich nutzen konnte. So kämpften wir uns in Richtung Süd-Japans um dort zwischen dem Inseln hindurch den Pazifik zu erreichen.
Im Pazifik angekommen frischte der Wind dann kräftig auf und wir hatten mitunter Wind der Stärke 8 Beaufort zu verdauen. Dieser kam genau gegen an, sodass wir hoch am Wind waren. Dazu kam der Kuoshiro Strom, der uns mit mehreren Knoten entlang der japanischen Küste nach Osten schob. Aber da der Strom gegen den Wind lief, waren die Wellen sehr kurz und steil, was das Leben an Bord sehr anstrengend gestaltet hat. Doch mittlerweile wissen wir nur allzu gut, dass dies nicht für immer anhält. Und zumindest haben sich die Strapazen gelohnt, als dass wir zumindest in einem der Zwischenberichte in Führung lagen.
Mittlerweile hat der Wind etwas nachgelassen und wir probieren weiterhin so schnell wie möglich nach Osten zu kommen. Bis zum Ziel vor Seattle sind es zwar noch rund 4200 Seemeilen, aber wir sollten weniger von anderen Booten beeinträchtigt sein. Und auch alle Kursmarken liegen bereits hinter uns, sodass abgesehen von dem nördlichen Limit freie Fahrt in Richtung Ziel ist. Mal sehen was das Wetter so für uns bereithält.

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