Nach einer etwas zähen Ankunft auf den Philippinen hatten wir ein paar erholsame Tage. Zuerst standen neben der Reinigung die unterschiedlichen Unterhaltsarbeiten an, die wir bei jedem Zwischenstopp durchführen. Weitere Reparaturen waren zum Glück einigermassen überschaubar. Einzig die Reparatur unseres Spinnakers hat etwas mehr Zeit in Anspruch genommen. Aber auch hier konnte das Team gute Fortschritte machen und am Ende einen freien Tag geniessen.
Subic Bay ist unterteilt in die etwas modernere Freihafen-Zone und die Stadt Olongapo. Man sieht aber beiden Teilen den westlichen Einfluss an. Die Jahrzehnte der US Navy Basis, welche zu Beginn der 90er Jahre an die Philippinen übergeben wurde, haben ihre Spuren hinterlassen. Das spiegelt sich nicht zu letzt in den Speisekarten wieder, aber auch darin dass die meisten Leute ein sehr gutes Englisch sprechen. Das vereinfacht die Kommunikation erheblich.
Wir sind jetzt seit Sonntag wieder unterwegs. Dabei haben wir nach dem normalen Prozedere mit Segelparade und Sicherheitsübungen auch noch eine Flotten Foto-Session abgehalten, bevor wir uns auf den Weg nach Qingdao gemacht haben. Um nicht in den zahlreichen Windlöchern an der philippinischen Westküste stecken zu bleiben, hat die Rennleitung entschieden das Rennen erst an der Nordspitze von Luzon zu starten. So konnten wir bis dort mit Motorunterstützung fahren, sodass wir innerhalb des Zeitplans in China ankommen sollten.
Nun befinden wir uns seit gut einem Tag wieder im Rennmodus. Die ersten Stunden waren sehr interessant, während der Wind mittlerweile etwas nachgelassen hat. Trotzdem befinden sich die meisten Boote noch in Sichtweite, wobei sich jetzt bereits erste taktische Unterschiede bemerkbar machen. Es bleibt sicher spannend, zumal dieses Rennen mit einer Dauer von 8-10 Tagen zu den kürzeren zählt.
Sobald wir dann die japanischen Inseln hinter uns gelassen haben, geht es zunächst in das Ostchinesische Meer, bevor wir das Gelbe Meer erreichen. In beiden Seegebieten müssen wir mit vielen Fischerbooten rechnen. Diese fahren den Berichten zufolge oft in Gruppen von einigen Dutzend Booten oder haben Meilenlage Netze, die sie ausbringen. Entsprechend wird dort das Hauptaugenmerk auf der Vermeidung eben dieser liegen. Das wird sicher spannend.
Da das Rennen etwas kürzer ist, wird es intensiver. Das heisst potenziell mehr Segelwechsel, mehr Manöver und ganz sicher mehr Arbeit am Trimm. Daher kann es gut sein, dass ich nicht dazu komme, regelmässige Updates zu schreiben. Ich hoffe aber, dass ich dann im Zwischenstopp etwas aufholen kann, auch wenn das die letzten Male nicht so ganz geklappt hat.

Kommentar verfassen