Kaputt

Die zweite Hälfte des Rennens hat für uns nicht gerade so begonnen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Zuerst wurden wir von der Geschwindigkeit und Stärke einer Gewitterzelle überrascht. Während es anfänglich noch so aussah, als ob wir das Schlimmste vermeiden könnten, nahm der Wind dann überraschend schnell zu.

Unmittelbar nach dem Entscheid den Spinnaker zu bergen traf uns eine Böe und legte uns auf die Seite. Um wieder manövrierfähig zu werden wurde zunächst der Baumniederholer, als das nicht half auch die Schoten losgeworfen. Bevor wir den nun wild schlagenden Spinnaker bergen konnten, riss dieser an mehreren Stellen. Abgesehen davon, dass er uns nun für den Rest dieses Rennens nicht zur Verfügung steht, werden wir im Nächsten  Zwischenstopp einige Zeit für die Reparatur aufwenden müssen.

Gestern morgen wurde, wie üblich, der Generator überprüft und anschliessend gestartet. Doch kurz darauf schaltete er sich selbst aus und gab eine Fehlermeldung: Kein Kühlwasser Fluss. Meine initiale Vermutung bestätigte sich, der Impeller war auseinander gebrochen. Damit fehlt dem Kühlkreislauf die Pumpe. Rund eine halbe Stunde später hatten wir den Impeller und auch gleich den Keilriemen getauscht und der Generator lief wieder wie eine Eins.

Später am Tag fiel dann das Radar aus, welches wir seit dem Vorfall mit dem Spinnaker noch genauer im Auge behalten. Der Versuch es neu zu starten führte dann zu Rauchbildung am Radargerät, woraufhin es vorsichtshalber komplett abgeschaltet wurde. Die Vermutung des Unterhaltsteams sind korrodierte Kontakte, die zu hohen Strömen und damit hohen Temperaturen führen. Leider nichts, dass wir mit Bordmitteln reparieren können. Daher werden wir jetzt bis zum nächsten Stopp noch aufmerksamer Ausschau halten müssen, nicht nur nach Gewitterwolken sondern auch nach den unzähligen Fischerbooten, die uns in Küstennähe erwarten werden.

Alles in allem ein paar weniger erfolgreiche Tage. Zumindest konnten wir trotz allem unsere Position verteidigen. Wie gut unsere Chancen für den Angriff nach vorne nun stehen, bleibt abzuwarten. Je nach Wetterbedingungen fehlt uns der Spinnaker mehr oder weniger. Zumindest geht es an Bord allen gut und ausser ein paar kleineren Beschwerden und der zunehmenden Müdigkeit können wir aus dem Vollen schöpfen.

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