Doldrums zum zweiten

Auf unserem Weg zurück auf die Nordhalbkugel müssen wir abermals die Doldrums passieren. Wie schon auf dem Weg in den Süden vor rund drei Monaten bringt dieser Abschnitt schwache Winde, hohe Temperaturen und einige Gewitter mit sich.

Wir haben mittlerweile unseren Abschnitt mit Motorunterstützung beendet und segeln dem Ende des Korridors entgegen. Seitdem der Motor wieder aus ist, haben wir von praktisch keinem Wind bis fast 30 Knoten Windgeschwindigkeit alles gesehen. Entsprechend standen ein paar Segelwechsel auf dem Programm. Und gerade in den leichten und wechselhaften Bedingungen sind regelmässige Überprüfungen der Segelstellung ein wichtiger Faktor, der es uns erlaubt hat, einen Platz in der Spitzengruppe zu ergattern. Aktuell sind wir wieder in einem Windloch gefangen, diesmal aber mit den anderen Booten zusammen. Das macht zwar die Hitze nicht erträglicher, aber dafür sieht es aktuell nicht so aus, als ob die anderen viel besser dadurch kommen.

Abgesehen davon läuft alles seinen gewohnten Gang. Die Aufgaben rotieren täglich und mit nur zwölf Crew-Mitgliedern wiederholt sich alles etwas schneller. Von dem gekauften Brot ist nach einer Woche in diesem schwül-warmen Wetter nichts mehr zu wollen. Entsprechend sind wieder alle Küchen-Teams in Bereitschaft um das beste Brot zu backen. Mal schauen wer dieses Mal vorne liegt.

In den kommenden Tagen werden wir den Doldrum’s Korridor hinter uns lassen und den Äquator überqueren. Dieses Mal kann ich der Zeremonie ganz entspannt entgegen schauen, werden doch nur diejenigen getauft, die den Äquator bisher nicht auf einem Schiff überquert haben. Anschliessend geht es dann weiter in Richtung Nord-West, hoffentlich mit konstanten Passatwinden.

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