Frohe Weihnachten

Der Start in das Rennen von Fremantle nach Airlie Beach war nicht ganz einfach. Der Wind bliess zwar nur mässig dafür aus südlicher Richtung, sodass wir gegenan kreuzen müssen. Das ist keine besondere Freude und hat wiederum bei einigen Seekrankheit hervorgerufen. Dieses Mal bin ich zum Glück verschont geblieben. Vielleicht gewöhnt sich mein Körper so langsam daran.

In der zweiten Nacht hatten wir dann die erste Schreck-Sekunde. Wir hörten etwas aufs Deck fallen und wegrollen. Einige Augenblicke später fanden wir, was es war: Die Mutter vom Steuerbord Steuerrad hatte sich gelöst und war heraus gefallen. Kurz darauf war auch das Steuerrad abgefallen. Glücklicherweise konnten wir alle Teile sichern, bevor sie über Bord gespült wurden. So war es einfach, alles wieder zusammen zu schrauben.

Nun sind wir auf Kurs Süd-Ost und hoffen als eines der ersten Boote das Scoring-Gate zu erreichen um ein paar Bonus-Punkte abzustauben. Derweil kommt bereits etwas Weihnachtsstimmung auf. Das Boot ist ein wenig dekoriert, Weihnachtslieder trällern von den Lautsprechern und die ersten (abscheulichen) Kleidungsstücke mit Weihnachtlichen Motiven sind zum Vorschein gekommen.

Für mich respektive uns wird es diesmal ein bisschen anders als wir es gewohnt sind. Aber wie unsere Skipperin sagt, sind wir eine kleine dis-funktionale Familie hier an Bord. Und so feiern wir im Kreise dieser Familie ein etwas anderes Weihnachtsfest: Multikulturell und irgendwo im Ozean. Und dabei segeln wir natürlich ununterbrochen weiter. In diesem Sinne wünsche ich auch allen, die das lesen, ein frohes Weihnachtsfest.

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